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Nachlese: Netzwerktreffen zum Österreichischen Spendengütesiegel

Rund 130 NPO-VertreterInnen nahmen am 25. Juni 2012 am Netzwerktreffen zum Österreichischen Spendengütesiegel im Albert Schweitzer Haus teil. Sowohl die Workshops am Nachmittag als auch die Podiumsdiskussion am Abend ermöglichten spannende Diskussionen zum Thema Spendensicherheit. Festlicher Höhepunkt war die Ehrung der Organisationen, die das Spendengütesiegel seit mehr als 10 Jahren tragen.

In den ExpertInnen-Workshops am Nachmittag wurde darüber gesprochen, wie eine Organisation reif für das Gütesiegel wird, und was sich intern ändern muss. Auch nützliche Tipps zur Prüfung kamen nicht zu kurz. Ein weiterer Schwerpunkt bestand in der optimalen Nutzung des Gütesiegels im Fundraising. Außerdem bot der Nachmittag Gelegenheit über die Geschichte des Spendengütesiegels und seine Zukunft zu reflektieren. Sollten Sie Interesse an den Vortragsunterlagen haben, wenden Sie sich per E-Mail an romy.grasgruber@iogv.at

 

Die Bilanz der Podiumsdiskussion am Nachmittag lautete: „Transparenz ist zumutbar“.
Dr. Werner Beutelmeyer vom market-Institut betonte bei der von Barbara van Melle moderierten Podiumsdiskussion: "Vertrauen basiert auf Transparenz. Das Misstrauen in der Gesellschaft hat zugenommen, wir sind zu einer Misstrauensgesellschaft geworden.“ Das Spendengütesiegel schafft Vertrauen. 62% der ÖsterreicherInnen können mit dem Spendengütesiegel etwas anfangen. Er erklärte: "Das ist ein hoher Wert. 29% sagen, das Spendengütesiegel sei ihnen wichtig.“

Petra Stuiber, Chronik-Leiterin bei der Tageszeitung "Der Standard" erklärte: "Das neue Transparenz-Paket für die Politik ist wenig glaubwürdig, wenn gleichzeitig die Parteienförderung erhöht wird. Damit wird das Vertrauen gleich wieder zerstört. Das ist sozusagen ein Supergau in der Kommunikation. Transparenz, also Nachvollziehbarkeit, ist das Thema unserer Zeit. Wenn es die Politik nicht positiv vormacht, dann muss es die private Seite vorzeigen.“
Monica Culen, Geschäftsführerin von Rote Nasen International erläuterte: "Uns hat das Spendengütesiegel einen enormen Professionalisierungsschub gegeben. Wir haben eine klare Anleitung für eine gute 'Governance' bekommen. Die Prüfung ist mit ihren mehr als 200 Fragen zwar sehr aufwändig, aber dafür können wir den Spendern dann in die Augen schauen."
Leopold Wundsam (Kammer der Wirtschaftstreuhänder) hob die Unterschiede zwischen Spendengütesiegel und Absetzbarkeit hervor: "Hier geht es um völlig verschiedene Zielrichtungen: Für die Absetzbarkeit reicht eine einfache Wirtschaftsprüfung, bei der die ordnungsgemäße Rechnungslegung kontrolliert wird. Beim Spendengütesiegel hingegen werden auch Kriterien wie die sparsame Mittelverwendung, die ordentliche Finanzpolitik, die interne Kontrolle, die Transparenz der Finanzdarstellung, die Lauterkeit in der Werbung geprüft. Die Absetzbarkeit ist daher kein Qualitätssiegel."

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die 39 Organisationen mit einer Urkunde geehrt, die das Spendengütesiegel seit 10 Jahren ununterbrochen tragen. Fünf weiteren Spenden sammelnden Organisationen wurde das Gütesiegel zum ersten Mal verliehen.

Die Charta des Bündnisses für Gemeinnützigkeit

"Gemeinnützige Organisationen, ihre Verbände und Netzwerke sind unverzichtbar für das Gemeinwohl in Österreich und ein Eckpfeiler der Demokratie. Um für die Bundesregierung ein starker Partner zu sein vereint sich der so genannte Dritte Sektor nun zu einem Bündnis." 

Stellungnahme der IGO zum Gemeinnützigkeitsgesetz 2015

Bei aller gebührenden Anerkennung für den Schritt der Regierung, mit dem sie ein Versprechen aus dem Wahljahr 2013 umsetzt, gibt es auch Grund zur Kritik und den Wunsch nach Verbesserungen:

(C) Mike Ranz, Parlamentsdirektion

Gemeinsame Stellungnahme zur Demokratie-Enquete-Kommission

Anlässlich der parlamentarischen Enquete-Kommission zur Stärkung der Demokratie erinnert eine breite Allianz von 18 Nichtregierungsorganisationen daran, die organisierte Zivilgesellschaft in der Diskussion um Demokratiereform und Bürgerbeteiligung zu berücksichtigen.

Ergebnisse der Online-Umfrage zum Reformbedarf im gemeinnützigen Bereich

Im Sommer 2013 haben wir Geschäftsführer/innen, Obleute und andere Leitungsverantwortliche gemeinnütziger Organisationen gefragt, wo sie den größten Handlungsbedarf bei den gesetzlichen, insbesondere steuerlichen und sonstigen finanziellen Rahmenbedingungen für ihre Arbeit sehen.

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